Neuigkeiten

 

"Wer schreibt, provoziert."

Marcel Reich-Ranicki

 

"Wer so schreibt, animiert!"

Beatrice von Stein

 




Anna


Beilager

 

Magdalen kannte ihn schon immer, und sie mochte ihn – eigentlich, aber sie kannte auch die altmodischen Ansichten seiner Familie. Gerade was die Ehe anging, waren sie unglaublich rückständig. Eine Frau war für sie nichts wert, weniger als ein Esel. Dabei war das neue Jahrtausend schon drei Jahre älter als sie: 1021! Darum hatte sie, als ihre Familie sie zu ihm gebracht hatte, Höllenängste ausgestanden! Sie wusste von ihrer Mutter, was sie erwartete. Also war sie zitternd und zagend in ihr „neues“ Heim gekommen, und dann passierte etwas, womit sie niemals gerechnet hatte.

 


 

Gesichter können lügen, Hintern nicht.

Yoko Ono

 

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Anna


Altbewährtes?

 

Er war der letzte Sohn des Hauses. Noch heute würde er Marlein heiraten, und nun nahm ihn sein Vater beiseite.

„Kommt mit, Six!“, befahl er, führte ihn vor die Hütte. „Höre!“, sagte er, während er das gefürchtete Weidenrutenbündel von der Wand nahm. „Ihres Vaters Muntschatz in Silbergulden ist bezahlt, so ist Marlein nun dein rechtmäßig Weib.“ Er nestelte drei dicke Weideruten heraus und überreichte sie Six. „Deine Brüder ließen dich wohl wissen, wie man ein Weib behandeln soll? Gib ihr kräftig mit der Rute um sie anzuwärmen, und dann nimm, was dir gebührt.“

 


 

Leute mit Phantasie langweilen sich nie.
Jakob Boshart

 

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Beatrice von Stein


Geheimes Wissen

 

Ich möchte, dass du es weißt.Niemand sonst. Nur du allein.Weißt, dass du mich verzaubert hast, verhext!Mein Herz, meinen Geist und meinen Leib!Du hast Begehren in mein Fleisch gesenkt - und ich will, dass du weißt, dass ich es mit dir tun möchte - in meinen Gedanken. ...und mehr.


 

In der Liebe ist es meistens die Festung, die den Belagerer erobert.
Peter Pasetti

 

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Beatrice von Stein


Beschrieben

 

Eva saß am Computer und arbeitete. Sie war schon drei Stunden weiter mit ihrem Manuskript. Sex zu beschreiben war eine wunderbare Sache. Es hatte nur einen leidigen Nebeneffekt. Wenn sie es zu gut machte, bekam sie Lust mehr zu tun, als nur zu beschreiben. Und gerade heute, hatte sie so eine wundervolle Idee gehabt. Sie fühlte sich richtiggehend inspiriert. Ihre Geschichte war so gut geworden! -  Sie wusste immer, wann eine Geschichte gut war und wann nicht. Aber diese entsprach genau ihren persönlichen Vorlieben. Das war ja nicht immer der Fall, aber jetzt dachte sie sehnsüchtig darüber nach, ein Drehbuch zu schreiben. Dann hätte sie gerne die Hauptrolle gespielt - mit Charlie. Irgendwie war sie heute sehr animiert.

 


 

Die schönste Form von Egoismus ist Liebe.
Marie v. Ebner-Eschenbach

 

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Anna


Sünde

 

Pater Kunibert hatte sie wieder besucht. Magdalene war einfach entzückt. Mindestens einmal in der Woche kam er zu Kaffee und Kuchen zu ihr. Er liebte ihren Bienenstich und den backte sie ihm fleißig. Sie lächelte. Pater Kunibert war ein schöner Mann, und er hatte viele Schäflein, aber er kam zu ihr. Sie wusste, es war eine Sünde, so etwas zu denken! Sie senkte den Kopf. „Ich bin eingebildet“, dachte sie, „aber er kommt zu mir! Nicht zu den Jungen und Hübschen, denen, die auf mich herabschauen!“ Magdalene war 48 und das was man eine alte Jungfer nannte, aber sie war stolz darauf. „Wissen Sie, Pater Kunibert“, hatte sie mit unverhohlener Selbstgefälligkeit gesagt, „wissen Sie, ich bin noch Jungfrau! Ich bin gewissermaßen so rein, wie eine Braut unseres Herrn!“ Und er hatte genickt – und einen Hustenanfall bekommen. Bestimmt hatte er ihren köstlichen Bienenstich zu schnell verschluckt.

 


 

Die Liebe beginnt da, wo das Verliebtsein aufhört.
Iris Berben

 

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Anna


Lieblingsfantasie

 

Da lag sie nun in diesem Bett, in dem er noch letzte Woche mit ihr gelegen hatte. Warum sehnte sie sich so nach ihm? Er und sie, das war einfach eine Beziehung, die nicht funktionieren konnte. Es war eine verbotene Beziehung, aber es war auch so wunderschön. Ihre Hand hatte sich schon wieder dahin verirrt, wo sie nichts zu suchen hatte. Verflixt, wieso war sie so geil, wenn sie nur an ihn dachte? „Ach, mein süßer Schatz!" Gut, er war nicht bei ihr, aber schließlich war es nicht verboten, an ihn zu denken. Sie schlug die Bettdecke zurück und zog ihr Nachthemd hoch. „Ich liebe dich!", flüsterte sie, und ihr Finger begann zu kreisen. Sie würde sich einfach ihre Lieblingsfantasie zu Hilfe holen.

 


 

Die Männer beteuern immer, sie lieben die innere Schönheit der Frau

- komischerweise gucken sie aber ganz woanders hin.

Marlene Dietrich

 

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Beatrice von Stein


Sayonara

 

Seit zwei Wochen hatte er sie nicht gesprochen. Seit zwei Wochen fehlte sie ihm. Oh ja! Sie  fehlte ihm so sehr. Aber es ging einfach nicht. Er konnte - durfte sich nicht verraten - SIE nicht verraten. Diese Gäste waren wichtig. Wenn er diese Japaner erst wieder los war, dann! Aber zuerst musste er sie davon überzeugen, dass ihm vor allem dieser Auftrag wichtig war - und dass er und seine Firma, die Einzigen waren, die ihn so erledigen konnten, dass beide Seiten zufrieden waren. Und es sah gut aus. - Nur für ihn sah es alles andere als gut aus. Er stöhnte, wenn er an SIE dachte. Großer Gott, wie sehr er sie wollte. Wenigstens reden mit ihr - wenigstens das!

 


 

Lieber gelegentlich eine Dummheit, als nie etwas Gescheites.

Markus Bronner

 

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Beatrice von Stein


Alexander und Bettina

13. Lange Nacht

 

Aneinander geschmiegt hatten sie geschlafen, wundervoll geschlafen! Als Alexander aufwachte, verspürte er Hunger. Er hatte den ganzen Tag über nicht viel gegessen und so bestellte er ein Abendessen aufs Zimmer. Vorsichtig, um Bettina nicht zu stören, schlich er sich aus ihren Armen und ließ sich Wasser in die Wanne laufen. Er freute sich auf ein Bad. Vielleicht sogar zusammen mit ihr! Aber als sein Bad bereit war, schlief sie immer noch, also stieg er alleine in das warme Schaumbad und genoss es, sich so richtig auszustrecken. Möglicherweise war es ja doch besser, dass Bettina nicht dabei war.

 


 

Nichts ist so undurchsichtig wie das Schweigen,

in das sich eine nackte Frau plötzlich hüllt.

Alberto Sordi

 

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Anna


Heiße Blondine

 

Eigentlich will ich bloß noch nach Hause. Ich bin sowas von fertig.

HEIM! Es sind nur noch zwei Kilometer, dann habe ich eine heiße Wanne, einen Drink und meinen Mann. Ach Schatz! Was bin ich glücklich, dass ich dich habe. Ich gebe Gas und brause heimwä …. Scheiße! In die Eisen, dass die Reifen quietschen. Gott sei Dank, ich hab es geschafft. Ich stehe hinter einem LKW. Das hätte schief gehen können. Himmel, was ist denn da los? Hier gibt es doch nie Stau. Bloß heute! Mist!

 


 

Frauen werden älter als Männer,weil sie länger dreißig sind.

Ugo Tognazzi

 

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Beatrice von Stein


Verbotene Liebe

 

Du hältst eine Rose in der Hand - und ich freue mich so sehr dich zu sehen. Als du mich in deine Arme nimmst, fühle ich nur noch Geborgenheit. Du bist da - bei mir - hältst mich fest. Alles andere ist vergessen. Es fühlt sich so gut an.Gemeinsam suchen wir einen Platz in der Sonne und dann sitzen wir uns gegenüber, sehen uns tief in die Augen - so tief. Es ist fast schon peinlich - aber nur fast. Nein, ich werde die Augen nicht abwenden - ich kann es einfach nicht. Es ist so wunderbar, deine strahlenden Blicke zu sehen. Du liebst mich! Du begehrst mich! Es ist nicht zu übersehen.

Deine Hände greifen nach meinen. Meine kalten Finger schmiegen sich in die Wärme deiner Hand. „Wie kalt du bist!”, flüsterst du und wärmst mich.

 


 

Es ist mit der Liebe wie mit den Pflanzen:

Wer Liebe ernten will, muss Liebe säen.
Jeremias Gotthelf

 

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Anna


Falsch hier


Mein Gott, ich bin so schön, und ich hasse es. Wenn ich Moritz’ Blicke sehe, dann weiß ich es: Eigentlich bin ich noch viel schöner. Moritz ist mein Freund, seit Kindergartentagen - mein Lover, seit letzter Woche. „Liebling, du bist anbetungswürdig!“, flüstert er, als er mich im Evaskostüm sieht, denn darauf warten, dass er mich auszieht, das kommt gar nicht in Frage! Der Blick in den Spiegel bestätigt es. Milch und Honig! Meine Haut ist weich und hell wie Schlagrahm, das Haar lang und golden. Mutter hat es gezüchtet und mir verboten, diese langen Zudeln endlich loszuwerden. Alles, was Hosen anhat, reagiert darauf, und natürlich auf meinen zerbrechlichen Körper.

 


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Erotische Schmankerl für den späteren Abend. Lust- und potenzsteigernde Geschichten der Beatrice von Stein



Mein heimliches Auge

 

Dieses Buch ist der Beweis dafür, dass es große Kunst ist, Erotik in Worte und Bilder zu kleiden.



Wild nach deinem Erdbeermund

 

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