Nightjet Hamburg – Zürich

 

Walter, ein seriöser Gentleman Mitte vierzig, hatte ein Double Delux-Abteil gebucht und zwar komplett. Er wollte keine „Co-Schläfer“ haben, wenn er nach Zürich fuhr. Eine halbe Stunde vor Abfahrt war er da und stieg ein – machte es sich bequem.


Als er sein Gepäck verstaute, hörte er eine lautstarke Debatte. Offenbar war der Zug überbucht, und eine Frau beschwerte sich, dass sie einen Schlafwagen bezahlt hatte, und nun gab es kein Bett für sie.

Gott sein Dank war ihm das nicht passiert.

Die Lady regte sich fürchterlich auf, und Walter schmunzelte, aber plötzlich stockte er. Diese Stimme! Eine Erinnerung flog ihn an, die sein Herz noch immer erzittern ließ. Maria! Maria war eine große Liebe gewesen, und sie war …

Er spitzte durch die noch offene Tür. Die Dame stand mit dem Rücken zu ihm. Goldblondes, halblanges Haar, ein enges, schwarzes Kleid und darunter wirklich sehenswerte Beine, die in hohen Pumps endeten. Ein hübscher Anblick. War das Maria?

„Entschuldigen Sie bitte!“, unterbrach er die Debatte, und die Frau fuhr kampflustig herum.
„Sehen Sie nicht, dass ich …! Den Rest des Satzes verschluckte sie und starrte.

„Ich kann Ihnen vielleicht helfen. Ich habe noch ein Bett frei. Wenn Sie damit vorlieb nehmen würden?“
Der Schaffner räusperte sich verlegen.
„Ich bin im Übrigen sehr vertrauenswürdig.“, fügte Walter lächelnd hinzu.
„Na also! Geht doch!“, stellte Maria fest und nahm ihren Koffer.
„Aber Sie können doch nicht …!“
„Noch ein Wort, und Sie haben ein großes Problem!“, beendete sie die Diskussion, trat in Walters Abteil und schloss resolut sie Tür.

Sie standen sich gegenüber und sahen sich an.
„Wie lange ist es her?“
„Zu lange!“
Sie waren sich einig und lagen sich im nächsten Augenblick in den Armen. Ihr Kuss schmeckte genauso, wie er ihn in Erinnerung hatte.
„Bist du …?“
„Nicht!“, flüsterte sie an seinem Hals. „Hier und heute! Nichts anderes!“
Er nickte. „Möchtest du etwas trinken?“
Maria lächelte durch die Wimpern zu ihm hinauf. „Nachher!“
Ihm wurde heiß. Heute Nacht würde er definitiv nicht schlafen.
„Du hast dich nicht verändert!“, lachte er und knöpfte ihr Mieder auf. „Nur die schicke Brille ist neu!“
Maria leistete ganze Arbeit. Im Nu stand er nackt vor ihr.
„Lass mich wenigstens die Tür verriegeln!“
Sie nickte. „… und dann … hier hinauf!“ Sie deutete auf das Bett.

Da das zweite Bett darüber noch nicht ausgeklappt war, stieg Walter hinauf und sah auf sie hinunter. Sein Schwanz war nun auf Marias Augenhöhe – was ihm sichtlich gefiel.
„Von null auf hundert in zwei Minuten!“, lachte er.

Die Vorstellung davon, was Maria nun sah, erregte ihn – und dann sah er es ebenfalls. Ihre Augen blitzen, als sie sich näherte und Walter sah sein Gemächt – im Spiegel ihrer Brille. Dieses Bild allein, ließ seinen Schwanz noch mehr anschwellen. Vorsichtig griff sie zu. Mit zwei Fingern hielt sie ihn nach oben und dann leckte sie!
„Heiland!“ Er hatte zu tun, nicht sofort loszuspitzen!
Mit breiter Zunge fing sie seine Hoden und leckte sich höher – über die Eier und den Schwanz bis sie an der Spitze angekommen war. Dann legte sie ihre Lippen auf seine Eichel, umfasste seine Backen und drückte sich seinen gierigen Schwanz in den Mund.
„Oh Gott, du fickst mich!“, stöhnte er und stieß.
Ein, zwei, drei Mal, dann gab es kein Halten mehr.

Als er mit zitternden Knien herunterstieg und sich zu ihr legte, wusste er, dass die Nacht noch lange nicht zu Ende war. Seine Hände umfingen zärtlich ihre Kurven.
„Wohin fährst du?“, fragte er.
Maria lächelte, und einen kurzen Moment sah er Wehmut in ihren Augen.

„Mein Exit liegt in der Schweiz, und bis dahin - gehöre ich dir!“

 

© Anna/ Juli 2020